Eugenius Georg Maria Eisenberger
Apotheker der Marien-Apotheke Stadtamhof · 28. Februar 1867 in Bad Tölz – 1948
Eugen Eisenberger, der jüngste der vier überlebenden Söhne von Maximilian Eisenberger, schlug als einziger der Brüder den Weg in das pharmazeutische Gewerbe ein. 1896 übernahm er die Marien-Apotheke in Stadtamhof, einer dem damaligen Regensburg gegenüberliegenden, heute eingemeindeten Stadt am nördlichen Donauufer. Die Apotheke besteht bis heute und führt ihre Geschichte auf die Eisenberger-Zeit zurück.
Im Ersten Weltkrieg leistete Eugen Eisenberger Dienst und wurde mit dem Bayerischen Kriegsverdienstorden ausgezeichnet (Kriegsstammrolle Bayer. Hauptstaatsarchiv, Abt. IV, Bd. 20178).
Das familiengeschichtlich bedeutsamste Ereignis seines Lebens war die Heirat am 26. September 1904 in München mit Barbara Scotzniovsky, der Witwe seines drei Jahre zuvor verstorbenen Bruders Ludwig Friedrich. Die im katholischen Bayern kanonisch dispensbedürftige Schwager-Schwägerin-Ehe stellte die Versorgung der Witwe und des dreijährigen Stiefsohns sicher und machte Eugen zum Stiefvater seines leiblichen Neffen Ludwig Karl Ferdinand.
Eugen Eisenberger,
Apotheker in Stadtamhof
Sohn
- Karl Eugen Eisenberger (12. September 1905 in Stadtamhof – 19. Dezember 1987 in Bad Münster an der Nahe), heiratete am 27. November 1948 in Wuppertal Karolina Eisenlöffel (20. Juni 1909 in Wuppertal – 1. Oktober 1989 in Wuppertal). Mit ihm verlagerte sich die Linie nach Westdeutschland.
Lebensende
Eugen Eisenberger starb 1948. Mit seinem Tod endete die Generation der vier Eisenberger-Söhne aus Bad Tölz – mit Ausnahme seines drei Jahre älteren Bruders Carl Joseph, der ihn noch um drei Jahre überlebte.