Dr. iur. Carl Joseph Maria Eisenberger
Geheimer Justizrat, I. Präsident des Aufsichtsrats der Hypobank, Justiziar der Wittelsbacher · 7. November 1864 in Bad Tölz – 3. September 1951 in München
Dr. iur. Carl Joseph Maria Eisenberger, der dritte überlebende Sohn von Maximilian Eisenberger, folgte dem beruflichen Vorbild seines Vaters am unmittelbarsten von allen vier Brüdern: Er studierte Rechtswissenschaft, promovierte und wurde Rechtsanwalt am Münchener Oberlandesgericht.
Bereits zur Zeit des Königreichs Bayern wurde ihm der Titel „Geheimer Justizrat“ verliehen – im alten Bayern bis 1918 ein vom König persönlich verliehenes Ehrenamt für besonders verdiente Juristen. In der Weimarer Republik und darüber hinaus wirkte er als Erster Präsident des Aufsichtsrats der Bayerischen Hypotheken- und Wechsel-Bank, des größten privaten Geldinstituts Süddeutschlands. Darüber hinaus war er Justiziar der herzoglichen Wittelsbacher in Bayern und damit Rechtsbeistand des ehemals regierenden bayerischen Königshauses, das auch nach 1918 in Wirtschaft und Kulturleben eine bedeutende Rolle spielte.
Carl Joseph heiratete vor 1892 Ella (Emanuela) Scotzniovsky (* 7. März 1876 in München) – die jüngere Schwester der Barbara Scotzniovsky, die später seinen Bruder Ludwig Friedrich heiratete. Die beiden Schwestern teilten das Geburtsdatum 7. März; durch die doppelte Verschwägerung Eisenberger × Scotzniovsky wurde die Verbindung zwischen den beiden Familien zu einem prägenden Element der Familiengeschichte.
Dr. iur. Carl Joseph
Eisenberger
Söhne
- Dr. med. Ferdinand Eisenberger (* 27. Februar 1892 in München) – Mediziner
- Dr. iur. Max Eisenberger, Geheimer Justizrat (1. März 1896 – 1968) – Jurist wie der Vater; trat 1914 als Kriegsfreiwilliger in das Bayerische Heer ein (Kriegsstammrolle Bayer. Hauptstaatsarchiv, Abt. IV, Bd. 13404)
Lebensende
Von allen vier Söhnen Maximilians erreichte Carl Joseph das höchste Alter und überlebte als Letzter beide Weltkriege. Er starb am 3. September 1951 mit 86 Jahren in München und konnte den Wiederaufbau der Stadt noch sechs Jahre lang miterleben. Mit ihm verschwand die unmittelbar von Maximilian Eisenberger geprägte Generation aus der Familiengeschichte.