Barbara Eisenberger, geb. Scotzniovsky
7. März 1875 in München – nach 1944 in München
Barbara Scotzniovsky war die ältere Tochter von Ferdinand Scotzniovsky und Barbara Anna Maria Höllriegel (1842–1909) und damit Enkelin des Steinmetzmeisters Franz Höllriegel. Sie ist eine der „vier Barbaras“ der Familie – einer Namenstradition, die sich über fünf Generationen von Barbara Maria Keller (1804) über Barbara Höllriegel (1842) bis in die Generation ihrer Urenkelinnen fortsetzt.
Am 9. Januar 1894 heiratete sie in München Dr. med. Ludwig Friedrich Eisenberger. Aus dieser Ehe ging am 27. August 1897 der einzige Sohn Ludwig Karl Ferdinand hervor. Mit ihrer Heirat brachte Barbara das aus dem Höllriegel-Erbe stammende Münchener Anwesen Müllerstraße 46 a in den Familienbesitz der Eisenberger.
Mit dem Tod ihres Mannes am 16. Juli 1901 wurde sie mit knapp 26 Jahren Witwe und Mutter eines kleinen Sohnes. Drei Jahre später, am 26. September 1904, heiratete sie ihren Schwager Eugen Eisenberger, den jüngsten Bruder ihres verstorbenen Mannes – eine im katholischen Bayern kanonisch dispensbedürftige Schwager-Schwägerin-Ehe. Damit war Barbara zweimal Eisenberger-Schwiegertochter.
Barbara Eisenberger,
geb. Scotzniovsky
Schwester Ella
Ihre jüngere Schwester Ella (Emanuela) Scotzniovsky (* 7. März 1876 in München) – die beiden Schwestern teilten den Geburtstag, allerdings in aufeinanderfolgenden Jahren – heiratete vor 1892 den Bruder ihres späteren Schwagers, Dr. iur. Carl Joseph Eisenberger. Damit stellten die beiden Scotzniovsky-Schwestern eine ungewöhnliche Doppelverbindung zwischen den Familien Scotzniovsky-Höllriegel und Eisenberger her.
Spätes Leben
Das genaue Sterbedatum Barbara Eisenbergers ist in der Familienchronik nicht fixiert; es liegt nach 1944. Damit überlebte sie ihren ersten Mann um über vier Jahrzehnte und ihren zweiten Mann (Eugen † 1948) wahrscheinlich nicht.