Friedrich Maximilian Maria Eisenberger
Bankbeamter der Süddeutschen Bodenkreditanstalt · 16. Juli 1863 in Bad Tölz – 25. Dezember 1942 in München
Friedrich Maximilian Eisenberger, der zweite überlebende Sohn von Maximilian Eisenberger und Magdalena Kuffer, schlug von den vier Brüdern den Weg in das süddeutsche Wirtschaftsbürgertum ein. Er machte Karriere als Bankbeamter bei der Süddeutschen Bodenkreditanstalt in München, einer 1871 gegründeten Hypothekenbank.
In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts lebte er in den süddeutschen Bergwerks- und Industrieorten Mühlbach und Ernsdorf, in denen seine beiden Söhne 1901 und 1902 geboren wurden. Spätestens in den 1910er Jahren kehrte die Familie nach München zurück, wo Friedrich Maximilian sein Berufsleben in der Hypothekenfinanzierung fortsetzte.
Am 18. Mai 1918 heiratete er in München kirchlich Anna Maria Brandmaier, verwitwete Wannfried (geboren 29. Mai 1875 in Bayerdilling, gestorben 3. Februar 1944 in München). Aus ihrer ersten Ehe als Witwe Wannfried hatte sie einen 1897 geborenen Sohn, aus einer Liaison mit dem Münchener Maler Franz von Stuck eine 1896 geborene Tochter. Die beiden gemeinsamen Söhne wurden bereits 1901 und 1902 geboren und durch die spätere Heirat ihrer Eltern legitimiert:
- Dr. iur. Carl Friedrich Eisenberger (13. August 1901 in Mühlbach – 28. Dezember 1993 in München), Wirtschaftsjurist; nach Studium in München, Kiel und Würzburg Oberfinanzdirektor und später Vorstand der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt; 1968 Ruhestand und Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland – führte die finanzwirtschaftliche Tradition seines Vaters fort.
- Clemens Max Eisenberger (21. August 1902 in Ernsdorf – 9. November 1962 in Irschenhausen), Brauereidirektor; ab 1931 bei der Hackerbräu AG, ab 1945 dort im Vorstand; ab 1949 Vorsitzender des Bayerischen Brauerbundes; Ehrensenator der Technischen Universität München.
Friedrich Maximilian
Eisenberger
Tod im Kriegsjahr 1942
Friedrich Maximilian Eisenberger starb am ersten Weihnachtsfeiertag 1942 in München – die einzige aus den Familienakten unmittelbar herauslesbare Spur des Zweiten Weltkriegs in der Hauptlinie der Familie Eisenberger. Seine Witwe Anna Maria Brandmaier überlebte ihn nur um anderthalb Jahre und starb 1944 ebenfalls in München, im Jahr der schweren Bombenangriffe.